Das bringt 2015 für Hauseigentümer

Michael Gottwald Verwaltungsservice

Das bringt 2015 für Hauseigentümer

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Steuervorteile für energetische Sanierungen und finanzielle Belastungen durch neue Steuern, die Mietpreisbremse und Bauauflagen – das noch junge Jahr 2015 hält einige Änderungen für Hauseigentümer bereit.

Des einen Freud, des anderes Leid: im ersten Halbjahr 2015 wird eine Mietpreisbremse eingeführt, die dafür sorgen wird, dass bei Neuvermietungen die Miete maximal 10% über dem amtlichen Mietspiegel liegen darf. Ausnahmen hievon sind Neubauten oder größere Modernisierungen. Allerdings wird diese Regelung nicht überall greifen, sondern nur in bestimmten, von den Ländern festgelegten, Gebieten. Außerdem soll es eine Befristung über zunächst fünf Jahre geben. Die genauen Regelungen stehen aber noch nicht fest, es wird noch darüber im Bundestag verhandelt. Problematisch dürfte jedenfalls werden, dass die örtlichen Mietspiegel oft überholt und ungenau sind.

Zusammen mit der Mietpreisbremse wird das Bestellerprizip für Makler eingeführt werden. Muss bislang in der Regel der Käufer oder Mieter  die Dienste des Maklers bezahlen, so soll in Zukunft der Auftragsgeber für diese Kosten aufkommen. Allerdings gibt es hierbei bereits jetzt erste Bestrebungen von findigen Maklern, diese Regelungen zu umgehen (s. Artikel „Wer zahlt die  Maklergebühr?“).

In einigen Bundesländern (Saarland, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg) wird die Grunderwerbssteuer von 5,0 % auf 6,5 % angehoben.

Ein Vorteil für Hauseigentümer ist die stärkere Förderung von energetischen Sanierungen. In ihren Genuss kann jeder kommen, der zum Beispiel eine neue Heizung einbaut, für eine Dämmung seines Hauses sorgt oder Maßnahmen zur alternativen Energieerzeugung trifft. Nun können mehr Ausgaben von der Steuer abgesetzt werden, allerdings nur 10-25 % der Kosten verteilt über 10 Jahre. Wer sich Rat bei einem entsprechenden Experten holt, kann ab März 60 % dessen Kosten bei der Steuer geltend machen, statt wie bisher 50 %. All dies gilt bislang nur für selbst genutzte Wohnimmobilien, ob eine Ausweitung auf vermietete Häuser und Wohnung möglich ist wird noch geprüft. Die weiteren Details sind aber auch hier noch nicht festgelegt.

Einschneidender dürfte die Pflicht zur Dämmung der obersten Geschossdecke über beheizten Räumen bzw. des Daches selbst ausfallen. Diese ist ab 2015 verpflichtend, wenn die Mindestanforderungen zum Wärmeschutz nicht erfüllt sind,  und muss bis Ende des Jahres umgesetzt werden. Ausnahmen gibt es nur für bei selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern, wenn der Eigentümer mindestens seit 01.02.2002 darin wohnt. Bei einem Neukauf hat man zwei Jahre Zeit, um eventuell anfallende Maßnahmen durchzuführen. Man sollte bei einem Kaufinteresse also künftig ein besonderes Augenmerk hierauf legen. Wichtig zu erwähnen ist hier das angedrohte Bussgeld in einer Höhe von bis zu 50.000 EUR.

Mit der gleichen hohen Strafe muss künftig rechnen, wer Wärmeverteilungen, Warmwasserrohre und Armaturen, die sich in nicht beheizten Räumen befinden, nicht gedämmt hat. Gleiches gilt für Heizanlagen, die mit flüssigen oder gasförmigen Stoffen befeuert werden und vor dem 01.01.1985 eingebaut wurden. Diese müssen zwingend gegen aktuelle Geräte ausgetauscht werden, wenn es sich nicht um Niedertemperatur-  oder Brennwertkessel handelt. Wer eine Heizung mit Festbrennstoffen betreibt, die vor dem 01.01.1995 errichtet wurde, muss diese stilllegen, wenn die Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid nicht eingehalten werden.

Ab dem 01.01.2015 besteht die Pflicht, alle neuen und erneuerten Messgeräte, wie z.B. Heizkostenverteiler, Stromzähler, Gas- oder Wasserzähler, die gewerblich für die Abrechnung genutzt werden, an „die zuständige Behörde“ zu melden. Ungeeichte Geräte dürfen für die Verbrauchserfassung bzw. Abrechnung nicht mehr genutzt werden.

2015 wird wieder ein spannendes Jahr mit vielen Neuerungen und Änderungen werden. Wenn Sie Hilfe benötigen, um den Durchblick in diesem „Regelungsdschungel“ nicht zu verlieren, fragen Sie bei uns nach, wir helfen Ihnen gerne.

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